Fremdwährungsdarlehen – Chancen und Risiken
Die Möglichkeiten zur Finanzierung einer Immobilie sind inzwischen zahlreich, egal, ob man selbst ein Haus bauen möchte oder eine bereits existente Immobilie erwerben möchte. Deutsche Banken locken mit allerlei Angeboten und Konditionen, um Kunden an sich zu binden und ihnen den Traum der eigenen vier Wände im Ausland leichter zu machen.
Warum nimmt man Fremdwährungsdarlehen auf?
So genannte Fremdwährungsdarlehen sind in den vergangenen Jahren immer beliebter worden. Dies gilt besonders im Bereich der Baufinanzierung, wo sich eine immer größer werdende Zahl von Bauherren und Immobilienkäufern für diese Form der Finanzierung entscheidet. Ein Fremdwährungsdarlegen funktioniert dabei wie ein herkömmliches Darlehen, allerdings nimmt man den Kredit in der Währung eines anderen Landes auf. Warum man so etwas macht? Durch Kursgewinne zwischen der heimischen und der ausländischen Währung kann man deutliche Zinsvorteile nutzen. Liegt der Wert der Währung, in der Sie das Fremdwährungsdarlehen aufgenommen haben, über dem des Euro, schlägt man gute Zinsersparnisse heraus. Anders herum muss man mehr an Kreditraten zurückbezahlen, wenn der Kurs der ausländischen Währung aufgrund unvorhergesehener Veränderungen auf dem Finanzmarkt schwindet. Fremdwährungsdarlehen können somit schnell zum Alles-oder-nichts-Spiel mutieren. Kein Experte kann verbindliche Prognosen zur Währungsentwicklung geben, da sie oft willkürlichen Faktoren auf dem Finanzmarkt unterliegen. Ein Fremdwährungsdarlehen kann ebenso erfolgreich wie katastrophal sein. Und niemand kann es einem vorher versichern, wie es laufen wird. Der einzige Rat, den man geben kann, ist, bei dem jeweiligen Kreditgeber eine möglichst kurze Laufzeit des Darlehens herauszuschlagen. Je kürzer der Zeitraum ist, umso geringer das Risiko für enorme Zinsschwankungen auf dem Markt, die einen in den Ruin treiben könnten.
Starker Wertverlust des Euro verschuldet Kreditnehmer
Derzeit müssen zum Beispiel viele Kreditnehmer aufgrund des rasanten Wertverlusts des Euros starke Einbußen verzeichnen. Niemand konnte vorhersehen, dass der Wert des Euro in den letzten sieben Monaten derart sinken würde und die Raten für ihre Rückzahlung dermaßen in die Höhe katapultieren würde. Wenn es um Fremdwährungsdarlehen geht, kann man also scheinbar nicht vorsichtig genug sein und vielleicht ist es ratsam, doch lieber auf konservativere Finanzierungsmöglichkeiten zurückzugreifen, die aber das besitzen, was Fremdwährungsdarlehen nicht vorweisen können: und zwar Zinssicherheit.
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